Garching bei München, Austragungsort der Südbayerischen ADAC SuperMoto Trophy. Begleitet wurde Lenno wie schon im österreichischen Liezen/Kalwang von Jörg-Günther Wolf, seinem Trainer.
Das freie Training der Klasse 1 bis 50 ccm begann mit ca. 40 min. Verspätung. Ca. 20 Sekunden nach dem Start des freien Trainings der 50er Klasse wurde die Klasse 2 bis 65 ccm mit auf die Strecke geschickt, um ebenfalls das freie Training zu absolvieren. Wie gesagt zeitgleich.
So etwas habe ich in meiner eigenen fast 20-jährigen Rennsportkarriere noch nie erlebt. Hinzu kam noch, dass die Trainingszeit auch noch verkürzt wurde. Lenno stand zum Zeittraining als erster im Vorstart, üblicher Weise fährt man dementsprechend auch als erster zum Zeittraining auf die Strecke. Nicht so in Garching. Fritz Rudloff kam mit seinem Vater als letzter zum Vorstart des Zeittrainings und wurde durch gleichmäßiges Drängeln ganz nach vorne gebracht. So begann das Zeittraining.
Lenno fuhr als 3. auf die Rennstrecke, stürzte und wurde dennoch 2. im Zeittraining. Auf Grund der Verkürzung des Zeittrainings konnte er nur noch 1 – 2 Runden fahren.
Es kam noch besser. Die Startampel gab teilweise ihren Geist auf. So wurde die Startprozedur ohne nachvollziehbare Erklärung geändert. Das 1. Rennen beendete Lenno als 2er, stürzte in der ersten Runde und kämpfte sich wieder vor. Beim 2. Lauf machte Fritz Rudolff, der Sieger es 1. Laufs einen Frühstart. Wieder fiel teilweise die Ampel aus. Die Startprozedur wurde erneut geändert. Auf dem und zur Verfügung stehenden Video kann man diesen Vorgang sehr deutlich erkennen.
Lenno wurde nach Sturz im 2. Rennen 4er. Wir beendeten diesen Tag als gesamt 3er.
Abschließend muss man sich angesichts dieser Vorkommnisse nicht wundern, wenn deutsche Nachwuchstalente ins Ausland abwandern.