Perfekter Saisonstart für Lenno beim 1. Rennen der SAM Swiss SuperMoto Challenge in Bürglen.
Written by Andreas Huthmacher
01. Mai 2007
Im schweizerischen Bürglen wurde vom 28.04.-29.04.2007 die Swiss SuperMoto Challenge der SAM gestartet. Über 200 SuperMoto Rennfahrer starteten in den verschiedenen Klassen bei optimalen Rahmenbedingungen. Lenno war einige Tage zuvor nervös und aufgeregt, dennoch gelang ihm trotz aller Neuerungen ein Start nach Maß in die Rennsaison der 65ccm Klasse.
Die technische Abnahme von Rennmaschine, Helm, und Rennanzug hatten wir ebenso wie die Streckenbesichtigung am Freitag Abend erledigt, somit konnte der Samstag mit der obligatorischen Fahrerbesprechung um ca. 07.45 beginnen. Lenno's 1. Freitraining begann um 11.15, somit hatten wir Zeit, die Fahrer der anderen Klassen auf der Strecke zu analysieren. Das 1. Freitraining verlief sehr gut, zweit schnellste Zeit für Lenno. Die Strecke war insgesamt sehr abwechslungsreich, schnell und anspruchsvoll. Schnelle links-rechts Kurven, lange Geraden, eine sehr schnelle bergab Passage und ein langer schneller Offroad mit einem großen Table, das war die Ausgangsbasis.
Im Zeittraining um 13.30 hatte Lenno die ganze Zeit mit einem Rennkollegen gefightet, so dass er den 5. Startplatz eingefahren hatte, und letztendlich nicht zufrieden war. Mit ein paar aufklärenden Worten hatte er seine positive Motivation schnell wieder für sich zurück geholt.
Um 15.05 begann der 1. Lauf. Lenno hatte einen genialen Start und konnte sich nach der ersten Kurve auf den 2. Platz einordnen. Diesen konnte er die ersten beiden Runden verteidigen, in der dritten Runde musste er jedoch den späteren Gesamtsieger Colin Rossi vorbei ziehen lassen. In den weiteren Runden kämpfte Lenno mit Luca Grass bis zur vorletzten Runde um die Position des dritten Platzes. Luca stürzte am Table und Lenno konnte seinen 3. Platz sicher nach Hause fahren.
Der 2. Lauf wurde um 16.55 gestartet. Lenno startete als 4. und hatte sich im Offroad über den Table sehr schnell an eine sichere 3. Postion gefahren. Lenno war das gesamte Rennwochenende sehr stark im Offroad, speziell seine Sprünge über den Table waren alle extrem weit und sehr sicher. Er war nur noch ein paar Meter von dem zweit Platzierten entfernt, der vierte hatte sicheren Abstand, als ein technischer Defekt das Rennen für Lenno in der 6. Runde beendete. Das Lochblech im Endtopf der 65ccm KTM war abgerissen, und somit das gesamte Innenleben des Endtopfs raus gefallen. Lenno war sehr enttäuscht, er erhielt dennoch Punkte für diesen Lauf, da er einen gewissen Prozentsatz der Runden absolviert hatte. Nachdem es sich um ein KTM typisches Problem handelt, basierend auf Konstruktionsfehler, wäre es durchaus sinnvoll wenn sich die Herrschaften in Mattighofen darüber einmal Gedanken machen könnten, diese Konstruktion zu ändern, aber „die Hoffnung stirbt ja bekannter Maßen zuletzt“.
Am Sonntag gab es für die Kids 65ccm um 09.45 ein Warm up. Am Vorabend wurde der Offroad noch einmal hergerichtet, die Strecke befand sich in einem Top Zustand.
Nach der Mittagspause startete um 13.35 der alles entscheidende 3. Lauf. Der am Start vor Lenno stehende Colin Rossi kam schlecht weg, Lenno hatte jedoch keine Möglichkeit vor der ersten Kurve seine Position zu verbessern. Lenno fuhr wirklich einen sensationellen Lauf, bereits in der 2. Runde war er auf dem 2. Platz. Er fiel in der 3. Runde nochmal auf den 3. Platz zurück, jedoch bereits in Runde 5 war er wieder auf dem 2. Platz. Der führende war schon um 7 – 8 Sekunden von Lenno weggefahren, Lenno jedoch gab nicht auf. Er kämpfte und machte in jeder Runde ein paar Meter gut. Letztendlich fehlten Lenno im Ziel 00' 01.46 Min. bzw. ein paar Meter auf den 1. Platzierten. Lenno riss die Faust hoch und freute sich unwahrscheinlich über seinen hart erkämpften sensationellen 2. Platz. Mit einer Rundenzeit von 01' 22.123 Min. fuhr Lenno die schnellste Rennrunde in der Klasse Kids 65ccm am gesamten Rennwochenende. Um 18.30 begann die Siegesehrung, Lenno wurde in der Gesamtwertung 3.
Es war ein sehr faires, sportliches Rennwochenende mit einer perfekten Planung, Organisation und Durchführung seitens des SAM und allen Verantwortlichen.