2. Rennen der Österreichischen Staatsmeisterschaft in Neutal, eine Pechsträhne ? Print
Written by Andreas Huthmacher  
24. Juni 2008

Ca. 8 Wochen nach dem Saisonstart in Wildenau ging es in die zweite Runde der Österreichischen Staatsmeisterschaft nach Neutal im Burgenland. Lenno freute sich schon sehr darauf und dementsprechend hoch waren seine Erwartungen. Ziel orientiertes Training und die entsprechende Vorbereitung waren voran gegangen. Die Voraussetzungen für ein positives Rennwochenende waren durchaus gut.


Insgesamt waren 15 Teilnehmer in der Klasse bis 85ccm zum 2. Rennen der Österreichischen Staatsmeisterschaft in Neutal angetreten. In dem sehr starken Fahrerfeld war Lenno wie immer mit deutlichen Abstand der jüngste Teilnehmer. Im freien Training konnte sich Lenno gut auf die Strecke und vor allem auf den sehr anspruchsvollen Offroad einstellen.

Nach der Mittagspause um 13.00 Uhr begann das Zeittraining. Lenno erreichte den 13. Startplatz und war nicht vollständig zufrieden, nach der schnellen Geraden in die Rechtskurve verlor er relativ viel Zeit. Die Zeitabstände bis zum 8. Startplatz waren durchaus in erreichbarer Nähe, was bzgl. des 1. Laufs um 14.10 Uhr positive Stimmung aufkommen lies.

Lenno hatte sich zum Ziel gesetzt auf jeden Fall den 10. Platz zu erreichen. Nach der Einführungsrunde in die Startaufstellung, Lenno hatte einen guten Start und konnte sofort einige Plätze gut machen. Nach der ersten Rechtskurve wurde er jedoch in der folgenden Linkskurve eingeklemmt, und kam fast zu Sturz. Alle zogen vorbei, Lenno lies sich jedoch überhaupt nicht entmutigen und kämpfte sich sofort in Schlagdistanz heran. In der dritten Runde standen die ersten Überholmanöver an, Lenno kämpfte sich bis auf den angestrebten 10. Platz vor, das erste Ziel war erreicht. Doch in der 7. von tatsächlich 9 gefahrenen Rennrunden schlug das Pech ohne Vorankündigung zu. Beim Sprung in den Offroad ist an der Vorderradbremse ein Bremsbelag aus dem Bremssattel heraus gefallen. Lenno hatte vorne keine Bremswirkung mehr. Er fuhr mit sehr langsamer Geschwindigkeit die Runde zu Ende und musste das Rennen mit 0 Punkten aufgeben. Nach genauer Prüfung stellte sich heraus, dass der Sicherungsbolzen der Bremsbeläge gebrochen und nach innen heraus gefallen war. Man mag sich nicht vorstellen was passieren hätte können, wenn der Verlust der Bremswirkung am Ende der schnellen Geraden eingetreten wäre. Diesbezüglich gibt es dringenden Gesprächsbedarf mit dem Lieferanten des Bremssattel. Lenno war unwahrscheinlich traurig und sehr enttäuscht, aller Trost half erst mal nicht viel.

Zwei Stunden später zum 2. Lauf war der große Frust und Ärger erst mal verraucht, Lenno sagte der Pechsträhne den Kampf an. Wieder ein sehr guter Start, doch diesmal wurde er in der ersten Rechtskurve eingequetscht. Er lies sich jedoch nicht abschütteln und fuhr gute Rundenzeiten, ca. 1 Sek. schneller wie im 1. Lauf. Am Ende des 2. Laufs erreichte er den 12. Platz mit 9 Punkten und war nicht wirklich zufrieden. In letzter Konsequenz war Lenno am Rennwochenende gut gestartet und durch viel Pech erneut gebremst. Bei genauer Betrachtung wäre für Lenno deutlich mehr möglich gewesen. Als guter Rennfahrer muss man jedoch auch lernen mit so einer Situation um zugehen, für einen Jungen mit noch 8 Jahren ist dies sicher nicht immer ganz einfach.

Bis Ende Juli ist erst einmal eine Rennpause, Anfang August geht es mit dem 4. Lauf der FMS Schweizer Meisterschaft in Lignieres weiter.