Rijeka, Start nach der langen Winterpause bei SPS Race.
Written by Andreas Huthmacher
24. April 2009
Eigentlich sollte Lenno's Trainingspause bereits am 21.-22.03.2009 zu Ende sein, doch eine richtig kräftige Erkältung machte einen Strich durch die Rechnung. Auch das nächste geplante Training am Pannoniaring vom 28.-29.03.2009 fiel der selben Erkältung zum Opfer. Also ging es nach über drei Monaten Pause endlich wieder vom 07.-09.04. auf die Rennstrecke nach Rijeka. Für Lenno war es das erste Kennenlernen dieser Strecke.
Lenno war sehr motiviert und hatte sich riesig auf das Training in Rijeka gefreut, aber irgendwie fand er die ganzen Tage über nicht so richtig seinen Rhythmus. Vielleicht hatte es auch damit zu tun, dass wir bei der Anreise nach Rijeka/Kroatien, derzeit noch kein EU Mitglied unsere ersten Probleme hatten. Die Slowenen wollte uns an der Grenze nicht ausreisen lassen, da die Rennmaschinen von Lenno keine Straßenzulassung haben, wie auch, wenn es dafür keine Zulassung gibt. Ich konnte den Zollbeamten durch Kaufbelege und Rechnungen nachweisen, dass ich der rechtmäßige Eigentümer bin, hat die Herrschaften aber nicht wirklich interessiert. Also wieder zurück, ca. 100 km Umweg und über 2 Stunden übers Land gefahren, und an der nächsten Grenze versucht. Hier hatten sich die slowenischen Zöllner nicht für die Rennmaschinen interessiert, dafür die Kroaten. Mit Freundlichkeit und gutem Zureden konnte ich diese davon überzeugen, dass sie uns doch bitte einreisen lassen, was letztlich auch geklappt hat. Aber ich denke, da war der Wurm schon irgendwie drin.
Am ersten Trainingstag im ersten Turn begann Lenno relativ verhalten, erst mal die Strecke kennen lernen. Leider funktionierte der Laptimer mit Schaltblitz nicht, vermutlich war der neue Akku defekt. Lenno hatte sich im Januar in Spanien sehr gut an den Schaltblitz gewohnt und dieses technische Hilfsmittel optimal für sich ausgenutzt, dies fehlte ihm zusätzlich. Er fuhr insgesamt einfach nicht richtig „rund“. Danach eine längere Pause, ein Fahrer aus einer anderen Gruppe war gestürzt und hatte sich verletzt, und so ging es für Lenno erst nach Mittag wieder weiter. Im letzten Turn des ersten Tages erreichte Lenno eine Zeit von 2:04.065. Am zweiten Tag konnte sich Lenno von Beginn an besser auf die Situation einstellen. Er begann mit den Zeiten des Vortages, steigerte sich bis zum 4. Turn vor Mittag fast um 8 Sekunden auf eine Zeit von 1:56,648.
Um 14.00 Uhr startete dann das Rennen der Supersport Klasse bis 600ccm. Lenno machte einen guten Job, gegen die schnellen 600er Fahrer konnte er natürlich nicht dagegen halten, jedoch den ein oder anderen Fahrer konnte er hinter sich lassen. Am Ende belegt Lenno Platz 15. Am dritten Tag begann Lenno wieder gut im ersten Turn. Zeiten zwischen 1:59 – 1:56 waren der Einstieg. In Turn zwei hatte Lenno gerade seine schnellste Runde von 1:56.444 gefahren und war dabei konstant schneller zu werden. Leider bremste ein technischer Defekt eine Verbesserung, und so mussten wir anschließend das Training beenden.
Die Heimreise war ähnlich spannend wie die Anreise. Die kroatischen Zöllner hatten uns nach kurze Kontrolle passieren lassen, doch es kamen ja noch die Slowenen. Der gleiche Zirkus wie bei der Einreise. All die Papiere und Unterlagen die ich hatte, machten nicht den gewünschten Eindruck. Mit viel Reden, Freundlichkeit erreichte ich dann doch, dass wir wieder einreisen durften. Kleiner Tipp: Entweder nur mit Rennmaschine mit Zulassung, oder das sogenannte Carnets dabei haben. Diese Papiere gibt es bei der IHK, kosten natürlich Gebühren, anschließend muss man mit den Papieren und der Rennmaschine und ggf. allen Ersatzteilen zum zuständigen Hauptzollamt, um die Daten überprüfen lassen. Viel Spaß !!!!.
Wir fahren erst wieder nach Rijeka, wenn Kroatien in der EU ist, denn den Stress tue ich mir nicht mehr an.
Leider gibt es von Rijeka keine Bilder in der Galerie.